Glossar

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A

Akut
Plötzlich auftretend, von heftigem und kurz andauerndem Verlauf.

Allogene Stammzelltransplantation
Übertragung von Stammzellen von einem fremden Spender; Voraussetzung dafür ist, dass die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger weitestgehend übereinstimmen.

Ambulant
Ohne Krankenhausaufenthalt.

Anamnese
Krankheitsgeschichte, Entwicklung von Symptomen.

Antigen
Fremdmerkmal, eiweißartige Struktur

Antikörper
Gegen ein Antigen gerichteter Eiweißkörper

Applikation
Art der Anwendung.

Autologe Stammzelltransplantation
Übertragung von eigenen Stammzellen, die nach der Entnahme gereinigt wurden.

B

Biopsie
Entnahme von Gewebe mittels eines Instruments (z.B. Spezialkanüle, Zangeninstrument oder Skalpell) zur weiteren mikroskopischen Untersuchung. Bezeichnung entweder nach der Entnahmetechnik (z.B. Nadelbiopsie) oder nach dem Entnahmeort (z.B. Schleimhautbiopsie).

Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)
Geschwindigkeit, mit der sich feste Blutbestandteile (rote und weiße Blutkörperchen) von nicht festen (Serum) trennen. Unspezifisches Maß für Entzündungen im Körper.

C

Chemotherapie
Wachstumshemmung von Tumorzellen im Organismus durch Verwendung von chemischen Substanzen. Der Begriff steht meistens speziell für die zytostatische Chemotherapie, d.h. die Bekämpfung von Tumorzellen durch Verwendung zellteilungshemmender Medikamente (siehe auch Zytostatika).

Computertomographie (CT)
Computergestütztes röntgendiagnostisches Verfahren zur Herstellung von Schnittbildern (Tomogramme, Quer u. Längsschnitte) des menschlichen Körpers. Die Bilder errechnet der Computer mit Hilfe von Röntgenstrahlen, die durch die zu untersuchende Schicht hindurchgeschickt werden.

D

Diagnostik
Sammelbegriff für alle Untersuchungen, die zur Feststellung einer Krankheit führen sollen.

E

ED
Erstdiagnose

Exzision
Operative Entfernung, Herausschneiden

F

Fatigue
Fatigue bedeutet Erschöpfung, Müdigkeit und Antriebslosigkeit während und nach einer Krebserkrankung. Siehe auch „Kleine Hilfen, die das Leben mit Fatigue erleichtern“

Fernmetastase
Siehe Metastase

G

Gestagen
Hormon der weiblichen Keimdrüse, das der Vorbereitung und Erhaltung der Schwangerschaft dient.

Grading
Beurteilung des Differenzierungsgrades von Tumoren nach Bewertungskriterien wie Ähnlichkeit der Tumorzellen mit Zellen des Organs, aus dem der Tumor hervorgeht, oder der Zellteilungsrate im Tumor.

Granulozyten
Weiße Blutkörperchen mit gekörntem Zellkörper, funktionell für die akute Immunabwehr als Fresszelle des Blutes zuständig.

Gray (Gy)
Einheitenname für Strahlenenergiedosis (benannt nach Louis Gray, Physiker in Condou).
1 Gy = 100 rad (engl. radiation absorbed dose).

H

Hämatologie
Lehre von den Bluterkrankungen

Hämolyse
Auflösung der roten Blutkörperchen

Histologie/histologisch
Wissenschaft und Lehre vom Feinbau biologischer Gewebe. Die mikroskopische Betrachtung eines hauchfeinen und speziell angefertigten Gewebeschnittes erlaubt die Beurteilung , ob eine gutartige oder bösartige Gewebswucherung (Tumor) vorliegt und gegebenenfalls auch Hinweise auf den Entstehungsort des Tumors.

Hodgkin Lymphom

Hömöopathie
Von Samuel Hahnemann (17755-1843) begründetes Therapieprinzip, bei dem meist in niedrigster Dosierung pflanzliche und mineralische Substanzen eingesetzt werden, die in hoher Dosierung bei einem gesunden Menschen der zu behandelnden Krankheit ähnliche Symptome hervorrufen.

Hormone
Botenstoffe des Körpers, die in spezialisierten Zellen und Geweben hergestellt werden und auf dem Blut- oder Lymphweg ihren Wirkort erreichen.

I

IFN
Abkürzung für Interferon.

Immunsystem
Das körpereigene Abwehrsystem gegen Krankheiten. Wesentliches Merkmal der Abwehrkräfte ist ihre Eigenschaft, Fremdsubstanzen zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu aktivieren.

Infektion
Das Eindringen und Vermehren von krankheitserregenden Mikroorganismen im Körper.

Infusion
Einführung von Flüssigkeit (z.B. Kochsalzlösung) in den Organismus, besonders über die Blutwege (intravenös).

Intravenös (i.v.)
Die Verabreichung eines Medikaments in die Vene.

K

Knochenmark
In jedem Knochen gelegene Produktionsstätte für im Blut zirkulierende Blutzellen. Man unterscheidet die Blutzellen in:

Rote Blutkörperchen (Erytrozyten): Sauerstofftransport.
Normwert: 4-5 Mio. pro Mikroliter Blut.

Weiße Blutkörperchen (Leukozyten): Abwehrzellen.
Normwert: 4.000 – 9.000 pro Mikroliter Blut.

Blutplättchen (Trombozyten): Blutstillung/Gerinnung.
Normwert: 150.000 – 300.000 pro Mikroliter Blut.

Knochenmarkdepression
Durch Chemotherapie bedingte Schädigung des Knochenmarks, die fast immer heilbar (reversibel) ist. Die Dauer der Knochenmarkdepression, die mit einer erhöhten Infektions- und Blutungsgefahr einhergeht, ist abhängig von der Art der Therapie.

L

Laparotomie
Operative Öffnung der Bauchhöhle zur Entnahme von Gewebsproben für diagnostische Zwecke.

Leukämie

Lymphknoten
Die linsen- bis bohnengroßen Lymphknoten sind an zahlreichen Stellen des Körpers (Lymphknotenstationen) Filter für das Gewebswasser (Lymphe) einer Körperregion. Die oft verwendete Bezeichnung Lymphdrüsen ist falsch, da die Lymphknoten keinerlei Drüsenfunktion besitzen. Die Lymphknoten sind ein wichtiger Teil des Immunsystems.

Lymphome, maligne
Erkrankungen des lymphatischen Systems. Es handelt sich um verschiedenste Lymphkrebsarten, die ganz unterschiedliche biologische Eigenschaften besitzen und in zwei Hauptgruppen unterteilt werden: Morbus Hodgkin und Non-Hodgkin-Lymphome.

M

Makrophagen
Gewebszellen des Bindegewebes, an der Immunabwehr als „Fresszelle“ beteiligt.

Maligne
Bösartig.

MDR
„Multi-Drug-Resistance“, Resistenz von Krebszellen gegen viele Chemotherapiemittel

Menopause
Zeitpunkt der letzten Menstruation, dem keine monatlichen Blutungen der Frau mehr folgen – meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr.

Metastase
Krankheitsherd, der durch die Verbreitung von krankheitserregendem Material (Tumorzellen, Bakterien) aus einem ursprünglichen Krankheitsherd entsteht. Im engeren Sinne ist damit die Metastase eines bösartigen Tumors gemeint (Fernmetastase: Metastase, die auf dem Blut- oder Lymphweg übertragen wird und fern des ursprünglichen Tumors angetroffen wird). Eine Metastasierung kann hämatogen, das heißt über den Blutweg, oder lymphogen, das heißt mit dem Lymphstrom erfolgen.

Monotherapie
Behandlung mit einer einzigen Wirksubstanz

Myelosuppression
Funktionelle Hemmung der Knochenmarkfunktion.

N

Neurotoxiziität
Schädigende Effekte auf das Nervensystem.

O

Oral
Aufnahme durch den Mund.

Osteolysen
Abbau und Auflösung von Knochensubstanz

Östrogen
Weibliches Geschlechtshormon, das Zellteilungs- und Wachstumseffekte am weiblichen Geschlechtsapparat (z.B. Schleimhaut und Muskulatur der Gebärmutter, Brustdrüse) auslöst.

Osteoporose
Erkrankung des Skelettsystems mit Verlust bzw. Verminderung von Knochensubstanz und Knochenstruktur. Folge davon ist eine erhöhte Anfälligkeit für Knochenbrüche.

P

Palliativ
Lindernd. Die palliative Therapie hat besondere Bedeutung, wenn die Heilung eines Krebspatienten nicht mehr möglich ist. Im medizinischen Bereich stehen eine intensive Schmerztherapie und die Linderung anderer krankheitsbedingter Symptome im Vordergrund.

Physisch
Körperlich

Plasmozytom

Pneumokokken
Bakterien, die u.a. Lungen-, Bauchfell-, Mittelohr- und Nasennebenhöhlenentzündungen auslösen.

Präventiv
Vorbeugend

Primärtumor
Die zuerst entstandene Geschwulst, von der Metastasen ausgehen können.

Prognose
Vorhersage einer zukünftigen Entwicklung (z.B. eines Krankheitsverlaufes) aufgrund kritischer Beurteilung des Gegenwärtigen.

Psychisch
Seelisch

R

Radiotherapie
Strahlenbehandlung

Remission
Nach erfolgreicher Behandlung ist durch alle verfügbaren chemisch-technischen Untersuchungsverfahren keine Tumoraktivität im Körper mehr nachweisbar (sog. Vollremission). Dies ist jedoch noch nicht mit Heilung gleichzusetzen. Bei einer Teilremission sind die Untersuchungsergebnisse deutlich verbessert, jedoch noch nicht normalisiert.

Resistenz
Unempfindlichkeit

Rezidiv
„Rückfall“ einer Krankheit, im engeren Sinn ihr Wiederauftreten nach einer erscheinungsfreien Periode.

S

Sensitiv
Empfindlich

Sonographie
Siehe Ultraschalluntersuchung

Splenektomie
Operative Entfernung der Milz zu diagnostischen Zwecken.

Stadieneinteilung (Staging)
Bei bösartigen Tumoren wird die Ausbreitung innerhalb des Entstehungsorgans in die Nachbarorgane und in andere Organe festgelegt, wobei die Größe des ursprünglichen Tumors (Primärtumor), die Zahl der befallenen Lymphknoten und die Metastasen formelhaft erfasst werden (siehe auch Grading).

Staging
Siehe Stadieneinteilung

Stigma
Kennzeichen, Mal, Brandmal – auch im übertragenen Sinne.

Strahlentherapie (Radiotherapie)
Anwendung ionisierender Strahlen zu Heilungszwecken. Hierbei werden grundsätzlich sehr viel höhere Strahlendosen notwendig als bei der Anfertigung eines Röntgenbildes zu diagnostischen Zwecken. Man unterscheidet die interne Strahlentherapie /“Spickung“ mit radioaktiven Elementen) und die externe Strahlentherapie, bei der der Patient in bestimmten, genau festgelegten Körperregionen von außen bestrahlt wird. Beide Methoden können auch gemeinsam zur Bekämpfung eines Tumorleidens eingesetzt werden. Die Strahlentherapie unterliegt strengen Sicherheitsauflagen, die eine Gefährdung des Patienten vermeiden helfen.

Subcutan (s.c.)
Unter die Haut.

Symptom
Krankheitszeichen

T

Therapie
Kranken-, Heilbehandlung

Tumor
Unkontrolliert wachsende Zellwucherungen, die im gesamten Körper auftreten können.

U

Ultraschalluntersuchung (Sonographie)
Diagnostische Methode, bei der Ultraschallwellen durch die Haut in den Körper eingestrahlt werden, so dass sie an Gewebs- und Organgrenzen zurückgeworfen werden. Die zurückgeworfenen Schallwellen werden von einem Empfänger aufgenommen und mit Hilfe eines Computers in entsprechende Bilder umgewandelt. Man kann mit dieser Methode die Aktionen beweglicher Organe (Herz oder Darm) verfolgen. Eine Strahlenbelastung tritt nicht auf; die Untersuchung kann bei Bedarf wiederholt werden.

V

V.a.
Verdacht auf …

W

Wangenschleimhautabstrich

Z

Z.n.
Zustand nach

Zytokine
Eiweiße, die von Zellen des Immunsystems abgegeben werden. Sie dienen als Informationssignal zwischen verschiedenen Zellsystemen des Körpers.

Zytostatika
Medikamente, die das Wachstum von Tumorzellen bevorzugt hemmen, aber auch gesunde Zellen in gewissem Ausmaß schädigen. Häufig wird dabei die Zellteilung verhindert (siehe auch Chemotherapie).